Moinmoin,
kennst du diesen einen Moment morgens auf dem Weg ins Studio, in dem du merkst: Huch, ohne Jacke fröstelt es mich aber ganz schön? Genau da war er bei mir vor ein paar Tagen - dieser unverkennbare Schubs, dass der Sommer sich langsam verabschiedet.
Die Koffer sind ausgepackt, der Laptop wieder aufgeklappt und für viele von uns heißt es: Hallo, Hamburger Alltag. Plötzlich sind die Kurspläne voll, die To-Do-Listen lang und ich ertappe mich ehrlicherweise selbst dabei, wie ich dem leichten, unbeschwerten Sommer ein bisschen hinterherhause. Man neigt ja schnell dazu, in den Herbst-Trubel zu stolpern und direkt wieder auf 180 zu sein.
Aber weißt du was? Der September verlangt zum Glück keine harten, stressigen Vorsätze wie der Januar. Er lädt uns viel sanftmütiger dazu ein, den Gang zu wechseln. Von sommerlicher Leichtigkeit zu herbstlicher Erdung.
Der Zauber des Übergangs
Genau dieses Gefühl nehmen wir im September mit auf die Matte. Wenn wir Yoga üben, achten wir meistens nur auf die Posen selbst - den Krieger, den High Lunge, den herabschauenden Hund. Doch was passiert eigentlich auf dem Weg dorthin? Im Vinyasa-Flow schenken wir den sogenannten Transitions, also den Übergängen, oft viel zu wenig Aufmerksamkeit. Dabei entscheidet sich genau dort, ob wir verkrampft in die nächste Haltung hetzen oder ob wir fließend, atmen und zentriert bleiben.
Das lässt sich verdammt gut auf unseren echten Alltag übertragen. Denn Veränderung passiert selten von jetzt auf gleich, sondern genau in diesen kleinen Zwischenräumen.
Stell dir in den kommenden Wochen gerne mal diese drei Fragen auf und abseits der Matte:
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Wo renne ich gerade noch einer vergangenen Phase oder dem Sommer hinterher?
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Welche kleine Sommer-Gewohnheit (vielleicht das entspannte Kaffeetrinken am Morgen oder ein Abendspaziergang) möchte ich unbedingt mit in den Herbst nehmen?
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Wie kann ich dem ersten Trubel im September mit ein bisschen mehr Sanftheit und Geduld begegnen?
Lass uns den September nicht als stressigen Neustart sehen, sondern als fließende Wende. Komm vorbei, roll deine Matte aus und lass uns gemeinsam schauen, wie sich ein weicher Übergang anfühlen kann.
Wir sehen uns auf der Matte,
dein Eric