Moin, ihr Lieben!
Wer mich aktuell im neuen Studio in St. Georg sehen würde, der wüsste: Hier herrscht gerade die reine "Baustelle Leben". Zwischen Farbmustern, Bauverzögerungen, Werkzeugkisten und laufendem Kursbetrieb sieht es hier phasenweise aus wie auf dem Schlachtfeld. Es staubt, es ist laut, und das perfekte Endergebnis lässt noch auf sich warten.
Um ehrlich zu sein: Mein Kopf will oft sofort das fertige Studio sehen. Schnell machen, fertig werden, Haken dran. Aber die Realität fragt halt nicht, ob es uns gerade passt. Sie fordert uns auf, auszuhalten, dass Dinge unfertig sind. Und genau so geht es uns doch im echten Leben verdammt oft, oder? Wir stecken in Umbrüchen, beruflich oder privat, wissen nicht genau, wo die Reise hingeht, und hätten am liebsten schon gestern den Masterplan in der Hand.
Deshalb ist unser Monatsthema für die nächste Zeit: "Baustelle Leben - Vertrauen in den Prozess".
Es geht darum, aufzuhören, gegen das Chaos im Außen anzukämpfen, und stattdessen zu lernen, im "Dazwischen" stabil zu bleiben. Wenn die Wände eingerissen werden und noch keine neuen stehen, entsteht Raum. Genau diesen Raum wollen wir betrachten - und vor allem auf der Matte üben.
Was dich im November auf der Matte erwartet
Auf der Matte übersetzen wir dieses Gefühl direkt in unseren Körper. Wenn es im Kopf wackelt, holen wir uns die Stabilität über die Füße zurück. Freu dich auf:
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Gleichgewichtsübungen: Haltungen wie der Baum oder der Krieger III zeigen dir sofort, wenn du gedanklich schon wieder drei Schritte weiter bist. Sie holen dich gnadenlos und liebevoll ins Hier und Jetzt zurück.
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Standhaltungen: Kräftigende Asanas, die dir Verwurzelung schenken. Wenn der Boden unter den Füßen wankt (oder nach Baustelle aussieht), lernen wir, hier festzustehen.
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Atem und Hingabe: Den Impuls kontrollieren zu wollen, bewusst auszuatmen und zu akzeptieren: Es ist gerade genau richtig, so wie es ist - auch wenn es staubt.
Veränderung ist kein Makel, sondern das Leben selbst. Lass uns aufhören, auf den perfekten Moment zu warten, sondern es uns im Prozess gemütlich machen - mit Farbe an den Händen und einem tiefen Atemzug auf der Matte.
Und ich gebe mir Mühe, meinen eigenen Ratschlag auch zu befolgen...
Dein Eric