Januar 2026: Sankalpa: Ein leiser Entschluss für das neue Jahr

Ich leite den Mattenplatz jetzt schon seit über 3 Jahren und unterrichte regelmäßig. Und trotzdem merke ich jedes Jahr im Januar, wie schnell Druck entsteht.
Der Jahresanfang bringt Erwartungen mit sich. Gute Vorsätze. Pläne. Die Idee, jetzt etwas anders machen zu müssen.

Viele Menschen kommen genau mit diesem Gefühl ins Yoga. Und ehrlich gesagt kenne ich es selbst sehr gut.

Deshalb möchte ich hier teilen, was mir im Yoga wirklich hilft, wenn ein neues Jahr beginnt. Nicht als Methode. Sondern als persönliche Erfahrung.

Warum klassische Vorsätze oft nicht funktionieren

Der Jahresbeginn wird oft als Chance für Veränderung gesehen. Mehr Bewegung. Weniger Stress. Gesünder leben.
Diese Vorsätze entstehen häufig aus einem Gefühl von Mangel. Etwas an mir reicht noch nicht. Etwas muss besser werden.

Ich habe das lange so gemacht.
Und meistens hielten diese Vorsätze nicht lange.

Was blieb, war eher Frust als Motivation.

Im Yoga habe ich einen anderen Ansatz kennengelernt. Einen, der sich ruhiger und ehrlicher anfühlt.

Was Sankalpa im Yoga wirklich bedeutet

Im Yoga sprechen wir von Sankalpa.
Sankalpa wird oft als Herzensentschluss übersetzt. Für mich ist es vor allem eines: eine Erinnerung.

Kein Ziel.
Kein To-do.
Kein Projekt für ein besseres Ich.

Ein Sankalpa erinnert mich daran, wie ich mir selbst begegnen möchte.

Ganz konkret sieht das bei mir so aus:

Wenn ich merke, dass ich mich selbst antreibe, erinnere ich mich an den Satz:
Ich darf langsamer werden.

Wenn ich mich vergleiche oder unsicher werde:
Ich bin genug, so wie ich bin.

Und wenn alles zu viel wird:
Ich bin getragen.

Diese Sätze verändern nicht sofort mein Leben.
Aber sie verändern den Ton, in dem ich innerlich mit mir spreche.

Sankalpa als innerer Anker im Alltag

Ein Sankalpa entsteht nicht aus dem Wunsch, etwas zu reparieren.
Es entsteht in einem stillen Moment, in dem man ehrlich hinschaut.

Was brauche ich gerade wirklich
Was gibt mir Halt
Woran möchte ich mich erinnern, wenn es unruhig wird

Für mich fühlt sich ein Sankalpa wie ein innerer Anker an.
Nicht etwas, das antreibt.
Sondern etwas, das ausrichtet.

In der Yogapraxis lässt sich dieser Entschluss gut verankern.
Im Atem. In der Bewegung. In Momenten der Stille.
Und oft taucht er später im Alltag wieder auf. Ganz unerwartet.

Sankalpa Yoga im Januar bei Mattenplatz in Hamburg

Im Januar schaffen wir im Mattenplatz bewusst Raum für diese leise Praxis.
Ohne Druck. Ohne Leistungsanspruch. Ohne Vorsätze.

Unsere Yogaklassen im Januar laden dazu ein, langsamer zu werden. Zu spüren. Zuhören.
Nicht um etwas Neues aus dir zu machen, sondern um wieder in Kontakt zu kommen mit dem, was dich trägt.

Du musst nichts erreichen.
Du darfst einfach da sein.

Ein ruhiger Start ins neue Jahr

Vielleicht beginnt dieses Jahr nicht mit einem Plan.
Vielleicht beginnt es mit einem Gefühl.
Und mit der Entscheidung, diesem Gefühl zu vertrauen.

Wenn du Yoga suchst, das nicht antreibt, sondern begleitet, bist du im Mattenplatz herzlich willkommen.

Von Herzen,
Eric

Cookie Consent mit Real Cookie Banner